Hallo *, Salvalaggio Marino schrieb: > ich muss mich schon ein wenig wundern - > seid Ihr wirklich so Blauäugig oder ist es Euch einerlei was > mit Eurer > Hände Arbeit geschieht? > > Wie kommt Ihr bloss dazu zu glauben, dass die Initianten > dieser "Fork" > oder was immer das ist, nur edle Ziele verfolgen. Sind alle diese > vertrauenswürdig, ich denke die Meisten sind es - aber alle (leider) > bestimmt nicht. Denkt daran, einer, am richtigen (falschen) > Ort tätig, > kann genügen, um das ganze zum scheitern zu bringen.
ja, wenn man es nüchtern, und mit etwas 'Unterton', sagen will, trift das dem GRunde nach zu was hier steht > Leider ist es offensichtlich, dass eben nicht alle, auch hier > im Forum > nicht, nur aus eitler Freude mit tun. > Ich nehme an, dass an die 80...90% wirklich dadurch motiviert > sind, dass > das Ziel, die beste Office-Software zu erarbeiten, im > Vordergrund steht. > Aber was ist mit den Anderen? Welche Ziele verfolgen diese? Wie viele > Softwarefirmen, sind durch ihre Mitarbeiter (im Auftrag ihres > Arbeitgebers) hier vertreten? > > Nehmen wir mal an, dass das Ziel zu erreichen so weit fortgeschritten > ist, dass ooo - oder LibO oder noch anders, die meist angewendete > Office-Software ist. Glaub Ihr wirklich, dass die Geier > ausbleiben und > von Ferne zusehen? So leid mir das Ganze tut - so wird es > bestimmt nicht > kommen. Oh, ich glaube mit solchen Dingen wurde hier immer sehr offen umgegangen, es ist hier also z.B. bekannt wer für welche Fa. arbeitet. Ich bin in solchen Sachen ohnehin Pragmatiker, so das ich Dir als Extrembeispiel sagen darf das wenn Microsoft seinen eigenen OOo-Fork eröffnen würde und diesen zu 60% Marktanteil führen würde UND dabei die Regeln achten würde die die OpenSource-Lizenz von OOo setzt (im juristischen wie in allgemeiner Zielrichtungsaussage) hätte ich nichts dagegen einzuwenden (außer das mir vielleicht 60%-Marktanteil problematisch erschienen weil sie so hoch sein könnten den Wettbewerb zu schwächen). > > Dann wäre es evtl. sinnvoll, wenn Oracle daran mitarbeitet, eine > > Rechtslage herbeizuführen, die auch für Oracle günstig ist. > Genau das > > tut Oracle aber erklärtermaßen nicht. > > > Was erwartest Du? > > Soll sich Oracle durch eigenes Mitwirken die Butter vom Brot klauen > lassen? Also hierauf will ich Dir ganz eindeutig antworten. Wir leben in Zeiten des Umbruchs und zwar nicht nur des des Umbruchs von OOo/LO den wir hier im Konkreten erleben, sondern die Softwarelandschaft insgesamt wandelt sich. So wenig wie vergleichsweise noch vor wenigen Jahren internationale Energiekonzerne den Versuch unternommen hätten zu glauben das die Zukunft in regenerativen Energien liegen könnte, so sehr erahnt auch heute jeder Öl-, Kohle- oder Atom-Anhänger, das genau das zukünftig der Fall sein wird. Und jeder der jetzt weitsichtig ist wird sich aufmachen um sich neue 'Territorien' zu sichern. Gleiches gilt für mich für OpenSource. OpenSource ist kein mildtätiges Almosen einiger Idealisten an den Rest der Welt, sondern eine Art Software zu machen, die zukünftig den Markt bestimmen wird. Sich hier als Fa. zu engagieren ist also mitnichten eine Frage von Idealismus oder edlen Gefühlen, sondern zuallererst auch eine FRage des nüchternen Verstandes und Oracle täte deshalb gut daran sich zu engagieren. Andrés obiger Satz ist für mich deswegen doppelt richtig, denn genau die Aussage das Oracle durch sein Mitwirken eine für sich selbst günstige Position in der Foundation schaffen könnte ist schlicht richtig und nach Lage der Dinge ist nun zu erwarten das andere Firmen die Lücke füllen werden. > So viel Idealismus wird es in der Geschäftsführung nicht mal > ansatzweise geben. Dafür sind viel zu grosse Beträge geflossen! Die > Juristen von Oracle werden sich hüten auch nur einen Finger in diese > Richtung zu bewegen, sonst dürften die gleich den Hut nehmen müssen. Das ist der Ansatz die Dinge nach Maßstäben der Vergangenheit zu beurteilen, vielleicht noch nach Maßstäben der unmittelbaren Gegenwart, die Zukunft wird andeers aussehen und die Zukunft wird, wie eigentlich immer, den Visionären und nicht kleinmütigen Krämern oder Juristen, oder von durch diese dominierten Firmen, gehören. Ich kann Dir nur Eines sagen: ich /kam/ vor Jahren zu OOo weil ich eine gute Office-Software suchte und hier fand. Ich /blieb/ weil ich erkannte das es hier um mehr ging als nur um gute Software ansich, nämlich um OpenSource, um ein Entwicklungsmodell von dessen Existenz ich vorher nicht einmal etwas wußte, so auch ich früher (allenfalls) der Meinung war das Opensource nur eine Art von Freeware wäre. Bin ich also hier bei OOo, oder zukünftig bei LO und/oder weiteren Projekten, dann weil ich fest davon überzeugt bin das hier etwas Neues wächst, dem die Zukunft gehören wird. Ich kann es auch anders sagen: Engagement für die Schwachen ist eine anerkennenswerte Sache, auch ich spende seit Jahren für verschiedene diesbezügliche Dinge (z.B. für eine Blindenwerkstatt in meiner Wohnortnähe), nur OpenSource ist etwas Völlig Anderes und ich wäre nicht hier engagiert, auch nicht beruflich auf diesem Gebiet engagiert, wenn ich glauben würde es ginge bei OpenSource lediglich um 'Mildtätigkeit'. Ginge es nämlich nur darum, wäre für mich OpenSource nicht mehr als ein weitere KOntonummer, der ich dann meist um die WEihnachtszeit, einen Geldbetrag als Spende überweisen würde, ganz äquivalent zu benannnter Blindenwerkstatt. Gruß Jörg --------------------------------------------------------------------- To unsubscribe, e-mail: [email protected] For additional commands, e-mail: [email protected]
